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Posts Tagged ‘4. Ausgabe’

EM 2008: Gastgeberland Schweiz

Die Nati als Spiegelbild der Schweizer Gesellschaft
Martin Ernst

Das Antlitz zahlreicher Nationalmannschaften ist mittlerweile durch die Migration geprägt – doch wohl kaum eines schon so lange wie das der Nati, wie die Schweizer ihre Nationalelf zärtlich nennen.

Come in and find out
Wer jüngst in die Schweiz gereist ist, dürfte freundlich empfangen worden sein. Schon an der [...]

Olympia 2008

Kein Sommermärchen
Björn Höfs

Schwere Zeiten für Beijing 2008: Der Tibet-Konflikt offenbart, wie die Menschenrechte in ganz China missachtet werden. Aber auch die Olympischen Spiele stecken in einer tiefen Krise: Das IOC hält sich mit Kritik zurück und profitiert in Milliardenhöhe.

Ein sonniger Nachmittag Ende März. Blech quält sich keuchend über die Jannowitzbrücke – es herrscht Berufsverkehr. [...]

Kochen für Deutschland

Elmar Ott
Unsere eingewanderten Mitbürger haben sich immer weiter in den deutschen Markt vorgewagt. War die deutsche Einwanderungspolitik dabei Hemmschuh oder Hilfe? Eine kurze Geschichte „ausländischer“ Unternehmensgründungen.

Das chinesische Restaurant schräg links, der „Dönermann“ auf der rechten Seite und gegenüber das „Ristorante Napoli“ – so oder so ähnlich sind viele Plätze und Kreuzungen in deutschen Städten [...]

Die Olympischen Spiele im antiken Griechenland

Politisch oder unpolitisch, friedenstiftend oder rivalitätsfördernd?
Philip Kovacevic

Olympia steht heutzutage für Wettkampf, Fairness und ein friedliches Miteinander der Völker. Meist macht man sich auch für eine unpolitische Veranstaltung stark und versucht die Internationalität des Ereignisses zu entpolitisieren. Das Vorbild unseres olympischen Spektakels war in vielerlei Hinsicht anders als die neuzeitliche Kopie.

Die Olympischen Spiele der Moderne wurden [...]

Mein bester Freund der Feind

Ein Plädoyer für die Ignoranz
Sarah Kretzschmar
Viele verschiedenfarbige Kinder halten sich bei der Hand und aus ihrer Mitte strahlt grün und blau die Erde. Ein Klassiker.
Wir sind uns einig: wir wollen alle Freunde sein.
Wie steht es mit dem hehren Wunsch nach allumfassendem Frieden, nach weltumspannendem Verständnis, der als Utopie scheinbar der Idee der Völkerverständigung zugrunde liegt?

Eine konzeptionelle Auseinandersetzung mit kultureller Diversität

Teil 3: Transkulturalität
David Scheller

Wir leben in einer transkulturellen Gesellschaft, jenseits von nationalen Grenzen. Kulturelle Vielheit ist nicht nur eine Norm, mit der man sich arrangieren sollte. Sie bestimmt unsere eigene Identität, die wir als fragmentiert, offen und veränderlich begreifen müssen.
Manche Menschen sind viel herumgekommen. Sie haben die Welt gesehen und auf verschiedenen Erdteilen gelebt, gelernt [...]

Flying Steps

Dilan Arsoy
Die Berliner B-Boys bestehen seit 1993 und setzen seither neue Maßstäbe in der Breakdance Kultur. Heute gelten sie in der B-Boy Szene als legendär.
5 Jungs, 5 Tänzer, 5 verschiedene Wurzeln. Zusammen bilden sie die Breakdance Crew Flying Steps. Vorab gebe ich jedoch eine kurze Erklärung zur vorurteilsbehafteten Geschichte des Breakdances: Breakdance entstand, indem DJs [...]

Goethes west-östlicher Divan

Eine literarische Begegnung mit dem Orient auf Augenhöhe
Sevilay Arslan

Sind Orient und Okzident so verschieden, dass ein Dialog kaum zu führen ist? Goethe hat vor fast zweihundert Jahren mit seiner großartigen Gedichtsammlung das Gegenteil darzulegen versucht.
Wer sich selbst und andere kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind nicht mehr zu trennen.
Johann Wolfgang von Goethe: West-östlicher Divan

Checkpoint Bethlehem

Lina Kokaly
Es war der Sommer, in dem ich mir noch keine Gedanken darüber machte, ob die Wasserfilter bei Abu Majd oder bei Hassan effektiver waren. Der Sommer, in dem die Granatapfelbäume so überraschend wieder trugen und ich noch kein Baby stillte. Es war der Sommer, in dem es fünf Hochzeiten gab und das ganze Dorf [...]

Lyrik

Ilona Kofler
1. hass
es gibt ein volk
es sind menschen
sie sind wie wir
in ihren adern fließt blut
es sind juden
sie wurden ermordet von menschen wie wir